Chronik

Musiziert wird in St. Georgen seit vielen Jahrzehnten, ja Jahrhunderten. Gesicherten Nachweis dafür gibt es allerdings erst seit dem Jahre 1826. Aus diesem Jahr datiert ein Hirtenlied, das auch mit Instrumentenbegleitung gesungen wurde. Die Aufgaben der Musiker damals und bis weit in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg beschränkten sich fast überwiegend auf das Spielen in der Kirche und auf Tanz und sonstigen kirchlichen und weltlichen Umzügen, wie etwa bei Prozessionen u. a. In der Zwischenkriegszeit gab es in St. Georgen eine Zeit lang zwei Kapellen mit jeweils etwa 8 bis 12 Musikanten. Ende der 40er Jahre taucht zum erstenmal der Name "Bauernkapelle" auf.

Eine Zäsur im Musikleben des Dorfes bildete die Gründung des Musikvereines im Jahre 1963. Damit war der Grundstein für einen musikalischen Aufstieg gelegt, der seinesgleichen sucht. Es wurden zunächst neue Instrumente gekauft, später ein eigenes Musikheim errichtet. Bereits 1964 spielte die Kapelle bei Wertungsspielen in der Oberstufe (Stufe C, schwere Musik) und gehörte damit schon zu den besten Kapellen des Landes. Einladungen im In- und Ausland waren die Folge und brachten den Musikern auch einen weiten Horizont. Die Kapelle vertrat nicht nur Österreich im Ausland, etwa in Saarbrücken, Holland, Frankfurt a. M., Düsseldorf usw., sondern wurde auch in Österreich selbst zu besonderen Festen wie etwa Staatsvertragsfeiern eingeladen. Das Musikalische Niveau konnte die Kapelle nicht nur halten, sondern weiter erhöhen. Schon seit Jahren spielt sie in der höchsten Schwierigkeitsstufe und das jeweils mit ausgezeichnetem Erfolg. Verantwortlich dafür waren und sind immer hervorragende Kapellmeister gewesen, Franz Zoffmann, Hans Kummer Josef Legenstein und nun auch schon seit einigen Jahren Hannes Kaufmann.

Ein besonderer Meilenstein in der jungen Geschichte der "Bauernkapelle St. Georgen" war die Teilnahme am Österreichischen Blasmusikwettbewerb im Jahre 1996 in Kärnten, wo siesich mit den besten Kapellen aus ganz Österreich messen konnte. Ein sehr guter Erfolg war der Lohn der harten Arbeit.

Welch hohen Stellenwert die Kapelle auch im Land selbst hatte und noch immer hat, zeigt die Tatsche, dass Funktionäre des Vereines auch Spitzenpositionen im Burgenländischen und Österreicheichischen Blasmusikverband inne hatten und noch immer haben. Dr. Hans Hahnenkamp und Anton Leeb waren Obmänner des Burgenländischen und Dr. Hahnenkamp auch Vizepräsident des Österreichischen Blasmusikverbandes. Hannes Kaufmann ist Landeskapellmeister-Stellvertreter.

Der Musikverein ist sich auch seiner Verpflichtung in der Gemeinde bewusst, initiierte die Renovierung des Pavillons im Schulhof und trug auch sein Scherflein dazu bei.

Das Besondere der Kapelle ist das seit 40 Jahren immer gehaltene höchste musikalische Niveau und die Bereitschaft der Musiker, sich immer dort zu engagieren, wo es notwendig ist.

Auch für die Zukunft ist auch durch den hohen Anteil von jungen Musikern, die meist in der Kapelle ausgebildet werden, gesorgt, so dass zu hoffen ist, dass dieser wunderbare Klangkörper auch weiterhin seinen zahllosen Freunden und Verehrern Freude machen kann.